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  • Birgit Wichmann

Aktive Sprache - aktive Texte

Aktiv und passiv in Bezug auf Sprache und Texte bedeutet eine Story gut oder schlecht zu erzählen. Wer seine Texte aktiv formuliert, der wird seine Leser fesseln und auf eine Reise zum zentralen Punkt der Story mitnehmen. Die Texte erwachen zum Leben. So liest man die Texte auch zu Ende und bricht nicht ab. Leicht gesagt, aber schwer getan.


Aktiv schreiben - Fantasie anregen


Wer seine Leser begeistern möchte, muss eine aktive Schreibweise wählen. Nur der aktive Schreibstil führt zur Fantasie und den damit verbundenen Bildern im Kopf. Die wiederum wecken das Interesse.


Worte im Bauchladen


Als Texterin bin ich auch die Verkäuferin meiner eigenen Worte. Diese sollen bei ihren Lesern die Gefühle auslösen, die sich mein Kunde wünscht. Dafür erhalte ich ein Briefing, welches keine Wünsche offenlässt. So kann er seine Produkte oder Dienstleistungen gut verkaufen. Ein lebendiger, aktiver Schreibstil hilft dabei das Bedürfnis, ein Produkt haben zu wollen, zu wecken. Informationen müssen klar und präzise formuliert werden und dabei noch angenehm zu lesen sein. Wortakrobatik, die schwer verständlich und komplex ist, sollte dabei vermieden werden. Der Lesefluss wird sonst behindert.


Damit ein Leser sich angesprochen fühlt, formuliere ich meine Sätze, als wenn ich mit einem Freund spreche. Dabei konzentriere ich mich auf die Handlung mit ihren Personen. Natürlich hat auch die passive Sprache ihre Berechtigung beim Texten, aber sie wirkt so distanziert, dass sich kaum jemand angesprochen fühlt. Ein aktiver Text vermittelt kurz und prägnant den Inhalt des Textes.


Der erste Eindruck zählt auch beim Texten


Jeder Mensch liebt es, wenn er die volle Aufmerksamkeit bekommt, indem er direkt angesprochen wird. Das wird mit einem aktiven Schreibstil erreicht. Gerade für Texte im Internet, die meist Menschen ansprechen, die man nicht persönlich kennt, ist ein aktiver Text besonders wichtig. Dieser basiert auf eine aktive Sprache.


Die aktive Sprache lässt einen Text

  • klar

  • zielorientiert

  • verantwortungsbewusst

wirken. So erhält der Leser den Eindruck, dass dieser Text von einem Experten verfasst wurde. Das weckt Vertrauen.


Zwei Text-Varianten - eine Aussage - zwei verschiedene Wirkungen


Ob passiv oder aktiv formuliert, beide Varianten sagen dasselbe aus, wirken aber völlig unterschiedlich. Ein aktiver Text formuliert die Sätze klar und deutlich. Bei einer passiven Formulierung bleibt eine klare Distanz zwischen dem Leser und dem Text. Bei Texten für Websites zum Beispiel ist es aber besonders wichtig, Vertrauen zum Leser aufzubauen, denn die Website ist die Visitenkarte für jedes Unternehmen. Dafür braucht es die aktive Sprache. Ohne sie hat das Unternehmen vielleicht nie die Chance, einen Menschen von sich persönlich zu überzeugen. Der Text muss also für das Unternehmen sprechen und es auch widerspiegeln.


Ideen für gelungene Formulierungen


Hier nun ein paar Beispiele für aktive und passive Textformulierungen:

  • Aktiv: Wir haben das Produkt für Sie verbessert.

  • Passiv: Das Produkt wurde für Sie verbessert.

oder

  • Aktiv: Sie hörten einen Hirsch röhren.

  • Passiv: Es wurde gehört, wie ein Hirsch röhrt.

Lebendige Texte schreiben


Eine aktive Sprache in einem Text zu verwenden kann so einfach sein. Dazu nehme man

  1. Eine Person oder Handlung, in die sich jeder hinein versetzen kann.

  2. Setze lebendige Verben statt Substantive ein.

  3. Würze mit Worten, die Selbstbewusstsein ausstrahlen und vermeide Modalverben wie können, sollen, dürfen, wollen und mögen.

  4. Runde ab mit ausdrucksstarken Verben und bilde kurze, aber prägnante Sätze.

  5. Das i-Tüpfelchen oder Sahnehäubchen ist ein positiv formulierter Text.

Ein Texter bestimmt, wie ein Leser sich fühlt. Ist der Leser dem Text gegenüber wohlgeson-nen, wird er ihn bis zu Ende lesen.




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