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Kunden die nicht zahlen,

sind nicht nur für große Unternehmen ein Problem. Auch ein Texter möchte von seinen Texten leben. Dazu benötigt er ein gewisses Einkommen. Je nachdem wie seine Lebensverhältnisse sind, wird er die Höhe seines Einkommens berechnen. Dazu kommen die Sozialversicherung und das Finanzamt. Die Kosten müssen auch gedeckelt sein. Kleine und mittlere Unternehmen haben oft kein allzu großes Budget für Marketing. Viele Texter passen sich an und können kaum davon leben. Wortpreise von 1 bis 3 Cent sind üblich, reichen aber nicht, um einen Lebensunterhalt davon zu bestreiten. Also eher für Nebenberufler geeignet.


Schlimm wird es, wenn ein Kunde eine Leistung beauftragt und dann nicht zahlt. Viele Texter schreiben Mahnungen über Mahnungen und das kostet Zeit. Zeit, die ein Texter in der Regel nicht hat, da viele Einzelkämpfer und Kleinunternehmer sind. Der Verwaltungsaufwand ist sowieso schon hoch genug und es ist wenig wertschätzend, eine Leistung in Auftrag zu geben, sie zu erhalten und dann nicht zu zahlen. Ich erinnere dann einmal höflich an die noch offene Rechnung und dann folgt der bedingte Zahlungsbefehl oder der Europäische Zahlungsbefehl, je nachdem wo der Kunde sitzt. Ein konkretes Zahlungsziel auf der Rechnung ist Voraussetzung. Es gibt auch Kunden, die geben eine Leistung in Auftrag, erhalten sie und melden sich dann nicht mehr. Das kann viele Ursachen haben, die liegen aber in den wenigsten Fällen am Texter oder der Texterin.


In der Regel habe ich keine Forderungsausfälle, da meine Kunden meine Arbeit wertschätzen. Doch in diesem Jahr hat es zwei Fälle gegeben, die, wie ich inzwischen weiß, häufiger vorkommen. Der eine Fall war ein Verlag, der eine Lektürehilfe wollte und auch erhalten hat. Als es um die Honorarnote ging, wurde begonnen zu feilschen, trotz Vertrag. Am Schluss der E-Mail-Debatte wäre ich unter dem Mindestlohn gerutscht, wenn ich darauf eingegangen wäre. Ich habe den Text genommen und ein eigenes Buch erstellt. Der Verkauf läuft gut. Über kurz oder lang habe ich mein Geld verdient.


Im zweiten Fall ging es um eine Pressemappe. Obwohl im Vorfeld der Kunde darüber aufgeklärt wurde, was eine Pressemappe beinhaltet, war es dann nicht das, was er sich vorgestellt hatte. Besprochen wurde die Pressemappe. Doch Pressemappe ist nun mal Pressemappe und kein Werbe- oder Artikeltext.







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