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  • Birgit Wichmann

Mach Fehler, um Erfolg als Texter zu haben

Nachdem ich als Autorin bereits erfolgreich war, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich mit meinem Schreibtalent Geld verdienen kann. Ich bin wohl wie viele meiner Kollegen zunächst den Weg über eine Texterbörse gegangen. Meine Wahl fiel auf „Textbroker“. Nach der obligatorischen Anmeldung und dem Einreichen eines Textes wurde ich eingestuft. Stolze vier Sterne habe ich bekommen und das als Anfängerin. Bereits nach den ersten Aufträgen hatte ich fixe Kunden und man zahlte mir fünf Cent pro Wort. Bei „Textbroker“ ist das viel, nach 14 Tagen. Ich fiel offenbar auf, denn man lud mich in eine Gruppe ein, um für eine große Parfümeriekette zu schreiben. Doch mit der Einladung waren nicht alle einverstanden und so begann man Fehler zu suchen und fand sie im HTML-Bereich. Die Ausbildung dazu machte ich erst später. Nach der dritten Rücksendung reichte es mir und ich verließ die Gruppe. Kurz darauf auch Textbroker. Das ist Sklavenarbeit ohne Wertschätzung und Respekt. Ganz sicher auch nichts für Texter, die von ihrer Arbeit leben möchten. Soweit meine Erfahrung mit „Textbroker“. Bei der Parfümeriekette kaufe ich heute noch nichts ein.


Doch aus Erfahrungen lernt man. Keine Texterbörsen mehr. Ich entwickelte mich rasant weiter und probierte aus. Was passte, durfte bleiben, der Rest verschwand wieder. Nur durch Fehler entwickelt man sich weiter, weil man nur durch sie lernt. Ich halte nichts davon, keine Fehler machen zu dürfen und immer perfekt zu sein. Auch einem Kind ist es völlig egal. Es entwickelt sich gerade dadurch, dass es bereits das nächste Abenteuer im Kopf hat, bevor das Jetzige beendet ist. Hinfallen, aufstehen, hinfallen und wieder aufstehen. Irgendwann funktioniert es.

Die Angst dumm dazustehen hatte ich nicht. Ich wollte mich ausprobieren und ein eventuelles Scheitern gehört einfach dazu. Sicher wird es Menschen geben, die sich darüber freuen werden, wenn dem so wäre. Aber muss mich das interessieren? Auf die Nase gefallen, na und, aufstehen und weitergehen. Warum sich über Fehler ärgern? Sie sind die Chance sich weiterzuentwickeln.


Das gilt übrigens auch für Vorgesetzte, die meinen sich über die Fehler ihrer Mitarbeiter ärgern zu müssen und sie deshalb mit Vorwürfen überhäufen. Oder Eltern, die die Fehler ihrer Kinder nicht ertragen können. Damit wird Angst und Verunsicherung erzeugt. Es passieren weitere Fehler bis hin zum heutigen Burn-out. Nützlicher wäre der relaxte Umgang mit Fehlern!


Aber zurück zu mir. Mein Unternehmen floriert, weil ich Fehler gemacht habe, daraus gelernt habe und es besser mache. Ich werde auch weiter dran bleiben. Fehler inklusive! Wer will denn schon perfekt sein? Jeder hat doch einmal klein angefangen. Muss ich mich davon beeindrucken lassen, dass andere in ihrer Komfortzone hocken bleiben wollen und 50 Jahre später immer noch die Gleichen sind? Nein, muss ich nicht. Ich nehme mein Leben und mein Unternehmen in meine Hand und egal was andere davon halten, ich bleibe aktiv.



Im Jahr 2019 bin ich ziemlich oft und ziemlich hart auf die Schnauze gefallen, aber he, ich habe noch nie so viel gelernt wie in diesem Jahr. Mein Selbstbewusstsein ist stark angestiegen und was kümmern mich meine Fehler von gestern. Zusammengefasst: Mein Unternehmen wächst und gedeiht und ich mit ihm!


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