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  • Birgit Wichmann

Wie man neue Aufträge als Freelancer-Texterin generiert?

Eine spannende Frage, die immer wieder heiß debattiert wird. Der Ratschläge gibt es da viele. Sie reichen von tummle dich nicht auf Texterjobbörsen bis hin zu, geh einfach Kaffee trinken. Jeder einzelne Ratschlag wird seine Berechtigung haben, aber gibt es für alle den gleichen Weg?



Ich denke nicht. Für mich war und ist es am sinnvollsten meinen eigenen Weg zu gehen und der sieht sehr bunt aus. Zunächst einmal bin ich auf genau einer Plattform, über die ich im Gegensatz zu anderen Textern, sehr viel neue lohnenswerte Projekte erhalte. Daraus haben sich schon langfristige Kooperationen ergeben. Dann gehe ich tatsächlich ab und zu in ein Café, um einen Tee zu trinken. Aufträge kamen darüber nicht. Wohl aber bei Bahnfahrten. Ich wähle den Viererplatz mit Tisch und erwische immer Gesprächspartner, die in für mich interessanten Branchen oder Verlagen arbeiten. Die ÖBB macht es möglich. Kontaktdaten ausgetauscht und fertig. Den Rest erledigt die Qualität meiner Arbeit.


Arbeite ich als Trainerin, ist meine Arbeit in Sachen texten und präsentieren, immer Teil meines Seminars. So lernen die Seminarteilnehmer sehr viel aus der Praxis und ich erhalte neue Aufträge durch Empfehlungen. Es ist auch schon vorgekommen, dass es der Bildungsträger selbst war, der einen Auftrag zu vergeben hatte.


Meine Website ist tatsächlich nur meine Visitenkarte. Aufträge erhalte ich darüber nicht. Sie dient lediglich der Präsentation meines Portfolios, meiner Referenzen und meiner eigenen Person. Der erste Eindruck quasi. Zugegeben, es sind auch schon über meine Website Aufträge gekommen. Es handelte sich jedoch nicht um meine Traumkunden, sondern um Unternehmen, die etwas bestellt haben, es auch erhalten haben und dann nicht zahlten mit der Begründung, sie hätten etwas anderes bestellt. Im Nachhinein hat sich das allerdings als Glücksfall herausgestellt.


Nicht empfehlen kann ich die zahlreichen Textergruppen auf Facebook und Linkedin. Sie kosten:


  • Zeit

  • Nerven

  • Man fokussiert sich nicht mehr auf sich selbst.

  • Es werden Aufträge zu Minipreisen und am liebsten noch für umsonst angeboten.

  • Viele Ratschläge gerade für Newcomer halten der Realität nicht stand.


Und das gilt auch für die netten Supportgruppen. Also Augen auf und Hirn an bei Social-Media-Textergruppen.


Gut funktioniert auf Linkedin, die Zusammenarbeit und die Tipps von einigen Kollegen. Dort haben mir Empfehlungen auch schon tatsächlich zu Aufträgen verholfen. Darüber hinaus empfehlen mich meine Kunden auch gern weiter, sodass auch hier schon neue Projekte zustande kamen. Manchmal treffe ich durch Zufall auf Websites im Netz, die mir so gefallen, dass ich für sie schreiben möchte. Dann schreibe ich sie an und so Interesse besteht, liefere ich einen ersten Text, der dann in der Regel zu weiteren Aufträgen führt. Last but not least besuche ich Messen für KMU und EPU. Das persönliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen und gibt mir immer wieder wertvolle Anregungen.


Generell ablehnen, tue ich völlig überteuerte und nicht sehr aussagekräftige Mastermindkurse. Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht und als mir die ersten Follower wegliefen, abgebrochen. Der Abbruch hat sich gelohnt. Neue Kunden kamen, die eben keinen Texter oder Texterin wollen, die "so toll" und "so wundervoll" unfehlbar ist, sondern menschlich. Mein Motto "Kümmere dich um den Menschen, der Rest kommt wie von selbst".










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